Barbour – Die Kakerlake unter den Wachsjacken

Wenn alles Leben ausgestorben ist und wir uns als Spezies endgültig pulverisiert haben, wird es immer noch Kakerlaken geben. Und Barbour-Jacken.

Zugegeben: So eine Jacke lässt zunächst an unsympathische Rasiermesser-Ellbogen von Eliteunis denken, die in Hochhausetagen sog. “Berufen” nachgehen, die sie niemandem erklären können, der nicht im selben Büro arbeitet. Geld ist von Hause aus da, oder fließt steuerjungfräulich aus fernen Ländern in andere ferne Länder, wo Konten unterhalten werden, die niemals ein unterbezahlter Fahnder zu Gesicht bekommen wird, der im Namen eines jener bedauernswerten, dem Untergang geweihten Konstrukte unterwegs ist, die man Nationalstaaten nennt.
Soweit die üblichen Klischees.

Aber: Die Dinger sind robust, James Bond hat eine, man kann sie vergleichsweise billig bei eBay finden, sie enthalten keine Qual-Daunen und lassen sich reparieren, bis die (Ur-)Enkel kommen. Nach-Wachsen, Löcher flicken, Futter nähen oder ein ganzes Rückenteil ersetzen, wenn man mit einem Grizzly kämpfen musste – Alles ist möglich.

Pointe? Fehlanzeige. Ich habe mir jedenfalls eine besorgt und bin ganz froh damit.